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Woran Eltern eine passende Lehrplan-21-Lern-App erkennen

Eine gute Lern-App sollte fachlich nachvollziehbar, altersgerecht und datensparsam sein. Entscheidend ist nicht die grösste Aufgabenmenge, sondern ob Inhalte, Rückmeldungen und Nutzungsdauer zum Kind passen.

Eine Familie lernt gemeinsam an einem Tisch.

Fachliche Fragen

  • Ist sichtbar, für welche Klassen und Kompetenzbereiche Inhalte gedacht sind?
  • Werden Aufgaben eigenständig erstellt und regelmässig überprüft?
  • Kann die App Unsicherheit zeigen, statt eine Diagnose vorzutäuschen?
  • Gibt es konkrete Beispielaufgaben, bevor Eltern ein Konto anlegen?
  • Unterstützt die App förderorientierte Wiederholung statt nur Punkte, Noten oder Ranglisten?
  • Bleiben offene Texte, Aussprache und kreative Arbeiten in menschlicher Verantwortung?

Moderne Schweizer Lernprinzipien

Lehrplan-21-nahe Lernangebote sollten Kompetenzen sichtbar machen, fachliche Grundlagen aufbauen und überfachliche Fähigkeiten wie Selbstorganisation und sorgfältiges Begründen unterstützen.

Förderorientierte Rückmeldung ist wichtiger als eine schnelle Scheinnote. Eine App sollte Fehler als Hinweis für Wiederholung nutzen und klar sagen, wo Lehrpersonen, Eltern oder Fachpersonen zuständig bleiben.

Datenschutz und Kontrolle

  • Welche Daten werden gespeichert und wofür?
  • Können Eltern Daten exportieren und löschen?
  • Werden Stimme, Kamera oder genaue Standortdaten benötigt?
  • Gibt es Werbung, Profilbildung oder Weitergabe an Dritte?
  • Ist klar, ob das Angebot kostenlos, Beta, Probephase oder kostenpflichtig ist?

Ziffli transparent eingeordnet

Ziffli ist eine unabhängige Web-App für die Zürcher Primarschule. Der aktuelle Zugang ist eine kostenlose Beta; spätere Preise müssten vor einer Zahlung klar angezeigt werden.

Lernnachweise gehören zum Familienkonto, können exportiert und gelöscht werden. Aussprache wird nicht aufgenommen, es gibt keine Werbung und keine Weitergabe von Kinderdaten für Verkauf oder Werbeprofile.

Ein begrenzter KI-Planer darf aus freigegebenen Lernbereichen eine nächste Runde empfehlen. Aufgaben, Lösungen und fachliche Grenzen stammen aus dem geprüften Anwendungskatalog.

Ziffli zeigt auf der Startseite Beispielaufgaben und beschreibt Differenzierung über Klasse, Fachfokus, Wochentage und Tageslimit. Es ersetzt keine heilpädagogische Abklärung und keine individuelle Förderplanung der Schule.

Beta seriös testen

Für eine aussagekräftige Beta sollten Familien nicht nur ein Konto öffnen. Sinnvoll ist eine kurze Testwoche mit drei bis fünf Lernrunden, mindestens zwei Fächern, einem Blick in den Elternbereich und einer Rückmeldung zu Verständlichkeit, Belastung und Vertrauen.

Gute Beta-Fragen sind: War die Empfehlung nachvollziehbar? Wirkte die Runde begrenzt? Waren Aufgaben klassenpassend? Haben Eltern Datenexport, Löschung, offene Arbeiten und ZAP1-Grenzen verstanden?

Häufige Fragen

Braucht eine Lern-App künstliche Intelligenz?

Nein. KI kann bei einer begrenzten Auswahl helfen, ist aber kein Ersatz für gute Aufgaben, klare Regeln und menschliche Verantwortung.

Ist mehr Bildschirmzeit automatisch mehr Lernen?

Nein. Qualität, Konzentration, Rückmeldung und passende Pausen sind wichtiger als eine möglichst lange Nutzungsdauer.

Woran erkenne ich faire Preis- und Beta-Kommunikation?

Vor der Anmeldung sollte sichtbar sein, ob ein Angebot kostenlos, in Beta, zeitlich begrenzt oder kostenpflichtig ist. Spätere Kosten sollten vor einer Zahlung verständlich erscheinen.

Offizielle Quellen

Zuletzt fachlich geprüft: 17. Juli 2026. Ziffli ist ein unabhängiges Angebot und keine offizielle Stelle des Kantons Zürich.